258919 Polestar 2 150Mittlerweile hat es sich herumgesprochen. Die Edelmarke von Volvo ist der Polestar. Das ist wie bei Toyota und Lexus und Citroën  und DS. Precept ist das Fahrzeug, mit dem Polestar nicht nur seine Zukunft veranschaulicht, sondern das zugleich die drei wichtigsten Kernpunkte der schwedischen Marke aufzeigt.

 

Blick in die Zukunft

Die drei wichtigsten Kernpunkte sind * Nachhaltigkeit, * digitale Technologie und * Design. Nach der digitalen Bekanntgabe im Februar 2020 wirft Polestar CEO Thomas Ingenlath nun in Göteborg, Schweden, einen detaillierten Blick auf Precept – live und in Farbe.

Name ist Programm

Der Name „Precept“ wurde bewusst gewählt, um die Bedeutung des Autos in der Ausrichtung der zeitgenössischen Elektro-Performance-Marke zu unterstreichen. „Precept“, zu Deutsch Grundsatz oder Vorgabe, ist ein Manifest der Zukunft; eine deutliche Absichtserklärung. Die Studie stellt einen wichtigen Meilenstein für Polestar als eigenständige Marke dar und steht für eine einzigartige Designphilosophie, die fest in den Markenwerten von Polestar verankert ist: pure, progressive, performance.

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„Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, ist, wie wird die Zukunft von Polestar aussehen? Aber natürlich können wir nicht zu viel über unsere zukünftigen Modelle verraten", so Thomas Ingenlath. „Precept dagegen gibt einen Ausblick darauf, in welche Richtung wir uns bewegen: Unser einzigartiges Design, unsere Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit sowie das großartige digitale Nutzererlebnis, die in unseren zukünftigen Autos maßgeblich einfließen werden. Precept steht für unsere Zukunft, und nicht für einen unerfüllbaren Traum oder einen Teil eines Science-Fiction-Films. Es ist unsere Zukunft, die Realität wird.“

Nachhaltigkeit

Das Interieur des Precept beweist, dass dank hochtechnologischer, nachhaltiger Materialien ein neues, luxuriöses Design kreiert werden kann.

Vegan:

  • Die vegane Innenraumausstattung mit hohem Anteil an recycelten Bestandteilen basiert auf der veganen Innenraumoption des Polestar 2 und geht sogar noch einen bedeutenden Schritt weiter, indem auf nachhaltige Materialien gesetzt wird.

Natürlich:

  • Polestar arbeitet gemeinsam mit Bcomp an der Integration eines natürlichen, aus Flachs hergestellten Verbundwerkstoffs, der bereits in anderen Branchen als Ersatz für Neukunststoffe verwendet wird.
  • Das Verbundmaterial erzielt eine Gewichtsreduzierung der Innenraumverkleidung von bis zu 50 % und eine Ersparnis des Verschnitts von Kunststoffen um bis zu 80 % und ist daher ressourcenschonend.
  • Die geschützte powerRibs™ Technologie von Bcomp ist Blattadern nachempfunden und bietet verlässliche Robustheit bei geringem Gewicht.
  • Das ampliTex™ Verbundmaterial von Bcomp wird durch die powerRibs™ verstärkt, sodass stabile, aber dennoch elastische Komponenten hergestellt werden können, die Vibrationen um bis zu 250 % reduzieren und bei einem Aufprall für mehr Sicherheit sorgen.

Recycelt:

  • Die Sitzflächen werden aus recycelten PET-Flaschen mit einem einzigen Faden im 3D Verfahren gestrickt – maßgefertigt, ohne unnötig überschüssiges Material zu vergeuden.
  • Auch für den zu 100 % aus recycelten Materialien gefertigten Dachhimmel werden recycelte Plastikflaschen verarbeitet.
  • Die ECONYL®-Teppiche werden aus Nylon 6 gewebt, das aus recycelten Fischernetzen gewonnen wird.
  • Nicht mehr verwertbare Produkte aus der Weinindustrie wie recycelter Kork werden in Korkvinyl für Sitzpolster und Kopfstützen verarbeitet.

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Digitale Technologie

Eine Weiterentwicklung des Android-basierten Infotainmentsystems, das bereits im Polestar 2 eingesetzt wird.

  • Das 15-Zoll große Interface erkennt den Fahrer, sobald dieser sich nähert. Dabei werden Einstellungen und persönliche Inhalte dank des Polestar Digital Key automatisch übernommen.
  • Google Assistant zeichnet sich durch fortschrittliche Sprachtechnologie in mehreren Sprachen aus und erkennt selbst lokale Dialekte und individuelle Aussprache.
  • Wenn das Auto geparkt oder geladen wird, sind zukünftig Video-Streaming-Dienste verfügbar, um sich die Zeit zu vertreiben.
  • Näherungssensoren passen die Anzeige auf dem Bildschirm an, je nachdem, wo die Hand des Benutzers sich befindet. Die Display-Helligkeit und der Bildschirminhalt verändern sich je nach Bewegung und dem situativen Bedarf an Informationen.
  • Das horizontale 9-Zoll-Fahrerdisplay zeigt wichtige Informationen an und wird durch die Eye-Tracking-Funktion abgerundet.
  • Eye-Tracking-Systeme, die den Blick des Fahrers erfassen, steuern, wie Hinweise dargestellt werden. Kleiner und detaillierter, wenn der Fahrer auf das Display sieht, größer und heller, um wichtige Informationen anzuzeigen, wenn der Fahrer auf die Straße fokussiert ist.
  • Google Maps und ADAS (Advanced Driver Assistance System) werden verknüpft, um sichereres Manövrieren und genauere Vorhersagen auf der Grundlage der Verkehrsbedingungen zu ermöglichen. In einer kombinierten Grafik wird alles übersichtlich im Fahrerdisplay angezeigt.

Design

Richtungsweisend für das Polestar Design, das sich durch eine schlichte und doch ausdrucksstarke Oberflächengestaltung und aerodynamische Effizienz auszeichnet. Precept ist der Beweis dafür, wie avantgardistisches Design und perfekte Proportionen eine neue Ästhetik für das Elektrozeitalter schaffen können.

  • Das Design von Polestar wurde weiterentwickelt, inspiriert durch den klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Technologie, losgelöst von bisherigen Referenzen der Automobilbranche.
  • Der in die Motorhaube integrierte Frontflügel verbessert die Aerodynamik über die gesamte Karosserie durch Verringerung der Verwirbelung. Dies erhöht die Reichweite des Elektroautos.
  • Luftkanäle hinter den Vorderrädern lassen die Luft aus den Radkästen austreten und tragen so zu einer flächenförmigen Luftströmung an den Seiten des Fahrzeuges bei.
  • Luftkanäle vor und hinter den Hinterrädern ermöglichen die Kühlung der Bremsen und so den Druckablass im Radkasten.
  • Leistungsstarke 22-Zoll-Räder sind sorgfältig geschmiedet und verarbeitet und mit aerodynamischen Einsätzen versehen.
  • Polestar interpretiert Thors Hammer in der Frontbeleuchtung neu und trennt diese nun entlang der horizontalen Linie. Eine Weiterentwicklung für eine futuristische, fast schon roboterhaften Optik im Polestar Style.
  • Begrüßungs- und Abschiedslichtsequenzen sind von astronomischen Ereignissen inspiriert, beginnend mit einem Lichtstrahl aus dem Zentrum der nach außen strahlt.
  • Vom Atmen hin zum Sehen: Die sogenannte SmartZone ersetzt den traditionellen Frontgrill durch Elemente, die für die Fahrerunterstützung erforderlich sind, wie z.B. Lang- und Mittelstreckenradar- Sensorik, Ultraschallsensoren und eine hochauflösende Weitwinkelkamera – eine ideale Platzierung dieser Technologie im digitalen Zeitalter.
  • Zusätzliche SmartZones auf beiden Seiten des Fahrzeugs verfügen über weitere
  • Der auf dem Glasdach montierte LIDAR-Pod ermöglicht optimale Sicht zur Verbesserung der Fahrassistenzsysteme.
  • Auffälliges Spiel zwischen hochglänzenden und matten Oberflächen – innerhalb eines Farbschemas oder beim Wechsel zwischen den Materialien; eine deutliche Reduzierung an Chrom.
  • Sensor- und Beleuchtungstechnologien sowie High-Tech-Materialien, die sorgfältige im Design ausgeführt wurden, definieren Premium neu. Eine klare Absicht, sich von Stereotypen wie Chrom, Leder und Holz weiter zu entfernen.
  • Die Grafiken sind minimalistisch gehalten, in einer Polestar typischen Stil. Es geht um simple technische Beschreibungen und präzise Ausdrücke, die einfach verständlich sind.
  • LED-Seitenmarkierungen an den C-Säulen zeigen den Ladestatus an.
  • Front-, Seiten- und Hecklinien greifen die natürlichen Bcomp Verbundsmaterialien in der Innenverkleidung auf.
  • Flache Türgriffe, die in der Karosserie versenkt werden, beseitigen alle Irritationen des Luftstroms.
  • Schlanke Taille und kräftige Hüften sowie eine aerodynamischen Form der Kabine.
  • Die Türen lassen sich für einen leichten Zugang weit öffnen; die hinteren öffnen sich nach hinten.
  • Der lange Radstand ermöglicht trotz niedriger Dachlinie eine hohe Akkukapazität und viel Platz im Innenraum. Die Akkus werden effizient im Boden verstaut, ohne den hinteren Fußraum der Mitfahrer einzuschränken, ähnlich wie beim Polestar 2.
  • Die Beinfreiheit im hinteren Bereich galt Priorität, orientiert an größeren Luxus-Fahrzeugen. Eine hohe Decke sowie der Panoramablick runden das Erlebnis ab.
  • Ein präziser, diamantgeschliffener Kristall beherbergt eine holografische Projektion des Polestar Emblems, das zwischen den Kopfstützen der Rücksitze angebracht ist und als Symbol für die Rolle der Marke als Leitstern dient. Kleines Detail: eine Inschrift auf dem Kristall zeigt die genaue astronomische Position des Polarsterns.
  • Die hintere Signatur zeichnet sich durch eine präzise und geometrische Beleuchtung mit einer weichen, dreidimensionalen Linienführung
  • Das Fehlen der Heckscheibe ermöglicht ein einteiliges Glasdach und zugleich mehr Freiheit im Dachraum, da der Steg wegfällt. Zudem kann so eine größere, tiefere Heckklappenöffnung mit einem im Dach montierten Scharnier integriert werden.
  • Rück- und Seitenkameras versorgen digitale Innenspiegel mit Informationen.
  • Rücklichter über die gesamte Breite des Fahrzeugs mit vertikalen Luftlamellen vervollständigen das aerodynamische Design und ermöglichen einen saubereren Luftstrom über die gesamte Fahrzeugoberfläche hinweg.

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Kommentar

Ob wir uns einen Polestar nach Corona noch leisten können, wird die Zeit nach Corona zeigen. Die ganzen Ansätze sind schlüssig, interessant und innovativ. Aber für mich als "normalsterblicher" Autofahrer sind die wichtigsten Faktor für ein Elektroauto: Reichweite, Schnellladefähig. All das wird der Polestar 2 und der Volvo XC40 Recharge. Bezahlbar mit Extras wird der Testbeitrag zeigen.

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Fotos © 2019 Volvo / Polestar