ID3 150Die Zukunft ist selten so direkt spürbar und greifbar wie auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2019 in Frankfurt: In Form des neuen ID.3 von Volkswagen – dem ersten vollelektrischen Serienmodell der komplett neu entwickelten ID. Familie. Sein Grundpreis beträgt knapp unter 30.000 Euro.

 

Die Auto Revolution ab 2020

Ab 2020 gehen die Uhren anders. Dass heißt es nicht mehr: wie viel Liter braucht Deiner? Sondern wo ist der nächste Schnelllader?

Der ID.3 hat das Potenzial, den Durchbruch der Elektromobilität in der Großserie einzuleiten.

„Der ID.3 ist das weltweit erste bilanziell CO2-neutrale Elektroauto. Damit setzt er Zeichen: Für innovative Technologie, für die Freiheit der individuellen Mobilität und für den Klimaschutz“, sagte Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen Pkw heute auf der IAA.

Flankiert wird der ID.3 auf der IAA (12. bis 22. September) von zwei weiteren Volkswagen Elektromodellen: der neuesten Generation des ebenfalls als Premiere präsentierten e-up! sowie dem aktuellen e-Golf. Drei Volkswagen, drei Zero Emission Vehicle von heute und morgen. Darüber hinaus wird Volkswagen als Ausblick die Studien aller weiteren Modelle der ID. Familie zeigen: das SUV-Raumwunder ID. CROZZ, den als Van-Ikone von morgen gefeierten ID. BUZZ, die avantgardistische Limousine ID. VIZZION und den Beach-Cruiser ID. BUGGY. So verschmelzen auf der IAA 2019 Gegenwart und Zukunft. Es ist der Beginn einer neuen Ära der Marke Volkswagen und der automobilen Mobilität.

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ID.3 1ST – der Visionäre

Der neue ID.3 basiert – wie alle Mitglieder der ID. Familie – konstruktiv auf dem von Volkswagen entwickelten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB). Mitte Mai startete Volkswagen erfolgreich das Pre-Booking der ID.3 1st Edition

– eine auf 30.000 Exemplare limitierte Sonderedition mit umfangreicher Ausstattung.

Der ID.3 1ST wird mit der mittleren von drei wählbaren Batteriegrößen angeboten und ab Mitte 2020 ausgeliefert. Grundpreis: unter 40.000 Euro. Im Preis inbegriffen: Bis zu 2.000 kWh Strom für ein Jahr ab dem Tag der Zulassung. Der Energiegehalt der Batterie dieser Version beträgt 58 kWh – damit wird der 150 kW starke und 160 km/h schnelle ID.3 1ST Reichweiten von bis zu 420 Kilometern (WLTP) realisieren. Darüber hinaus wird es den ID.3 mit einer 45- und 77-kWh-Batterie geben. Der ID.3 mit 45-kWh-Batterie wird Distanzen von bis zu 330 Kilometern (WLTP) mit einer Akku-Ladung zurücklegen. Wird die 77-kWh-Variante gewählt, werden es bis zu 550 Kilometer (WLTP) sein.

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Der neue Volkswagen e-up!

IMG 4906-vw-eup-350e-up! – der Smarte. Mit dem neuen e-up! macht Volkswagen die E-Mobilität für alle erschwinglich. Der neue und deutlich niedrigere Grundpreis wird in Deutschland 21.975 Euro betragen. Gleichzeitig steigt die Reichweite des Viertürers dank eines neuen Batteriesystems (Energiegehalt: 32,3 kWh nutzbare Nettokapazität) auf bis zu 260 Kilometer. Smarte Mobilität, Zero Emission für Unternehmen, Dienstwagenfahrer und die privaten Strecken im Leben. Zum Vorverkaufsstart wird es in Deutschland ein besonders attraktives Leasing-Angebot geben: Wer sich zwischen dem 18. September und 31. Oktober 2019 einen der ersten neuen e-up! sichert, kann das 61 kW / 83 PS starke Zero-Emission-Vehicle inklusive Infotainment, Smartphone-Integration und Klimaanlage für nur 159 Euro im Monat leasen.

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e-Golf – der Vielseitige

 MG 8466-e-Golf 350Das beliebteste Auto Europas wird seit 2014 auch als Zero Emission Vehicle angeboten: der e-Golf. Mit ihm transferierte Volkswagen den Elektroantrieb erstmals in die Großserie der Kompaktklasse. 2017 folgte die zweite Technologie-Generation des Elektroautos. Die praxisnahe Reichweite des 100 kW / 136 PS starken e-Golf liegt bei 170 bis 230 Kilometern. Mit seiner Reichweite passt der dank Skaleneffekte nun ebenfalls deutlich günstigere e-Golf ideal zum Nutzungsprofil von Menschen, die in der City mit dem Auto unterwegs sind. Volkswagen setzt deshalb eine Flotte von 1.500 e-Golf für „WeShare“ ein – einem im Juni 2019 in der deutschen Hauptstadt Berlin gestarteten Carsharing-Modell. 2020 soll „WeShare“ auch in Hamburg und Prag starten.

Fazit

IMG 7166Wir sind zurzeit mit einem Hyundai Kona Elektro unterwegs. E-Mobilität macht Spaß, ist sauber, leise und macht auch im Alltag keine Probleme. Mit dem Hyundai Kona Elektro sind wir problemlos von Frankfurt nach Emsbüren gefahren, obwohl das Fahrzeug nicht voll war (ca. 90 % Reichweite fast 400 km). Eine kleine Pause von 20 Minuten an einem Schnelllader hat gereicht, um sicher nach Emsbüren zu kommen. Wir haben dann doch 45 Minuten geladen und sind mit 82 % = 360 km auf die zweite Etappe (ca. 160 km) gegangen. Perfekt, so macht Elektromobilität Spaß.

Für den Hyundai Kona Elektro, ID.3 und Co brauchen wir aber dringend mehr 50 kW-Lader. Am Ladekreuz Hilden war der einzige Schnelllader (Typ 2) zufällig frei. Glück gehabt. Sobald 100.000 und mehr E-Autos ab 2020 unterwegs sind. Haben wir einen Stau vor den Schnellladern. Und wenn zwei Autos vor einem sind, dauert es nicht, wie bei der Tankstelle mal 6-10 Minuten, sondern 1,5 Stunden und dann muss man auch noch 45 Minuten laden. Und wenn man zwei Ladestopps von Emsbüren nach München braucht, dann hört der Spaß auf!

Noch wichtiger sind für Audi e-tron, Porsche Taycan und Co Schnelllader mit mindesten 100 kW. Aber wo sind die? Das Versprechen:

Die Taycan-Akkus sollen in 22,5 Minuten von fünf auf 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität geladen sein. Oder anders ausgedrückt: Fünf Minuten Ladezeit sollen 100 Kilometer Reichweite bringen.

Porsche fordert daher mindestens 150 kW-Lader. Die sollten dann aber auch bei den Audi- und Porsche-Zentren stehen - oder?

Gestern bei BMW in Lingen geladen: Es sind zwei 4,1 kW-Lader (!) vorhanden. Das ist doch ein Witz! Zwei IONITY-Schnelllader sind in Emsbüren (Autobahnkreuz A30 / A31) vorhanden, aber nur einer ist freigeschaltet. Obwohl ich die richtige Ladekarte habe und das System signalisiert hat, laden möglich, floss kein Strom. Kann natürlich am Hyundai Kona Elektro liegen, der vermutlich mit maximal 70 kW laden kann. Aber so schlau müsste das System eigentlich sein, dass der stufenweise die Ladestärke aktiviert. Wir sind gespannt, wann IONITY in Emsbüren funktioniert. Wo kann man da anrufen? Wir bleiben dran, an dem Thema.

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Fotos © 2019 Volkswagen, Redaktionsbüro Kebschull