Der Antrieb

Mit ihrer souveränen Kraft vermitteln die Motoren im neuen A4 puren Fahrspaß. Zugleich verbrauchen sie weniger Treib­stoff als ihre Vorgängermodelle. Bei der Kraftübertragung können die Kunden aus einer ganzen Palette von Hightech-Lösungen auswählen. Schalt- und Automatik­getriebe leiten die Momente der Motoren auf die Vorderräder oder den besonders dynamisch ausgelegten Allradantrieb quattro weiter.

Die beiden Benziner, der 3.2 FSI und der 1.8 TFSI, nutzen, wie die TDI-Motoren, das Prinzip der Direkteinspritzung, die den Kraftstoff unmittelbar in die Brenn­räume injiziert. Sein Verdampfen entzieht den Brennräumen Wärme, was hohe Verdichtungsverhältnisse erlaubt. Mit ihnen verbessert sich der Wirkungsgrad – bei Audi gehören Kraft und Effizienz zusammen.

Der neue 3.2 FSI, der zur hochmodernen V-Motoren-Familie von Audi gehört, ist der stärkste Antrieb im neuen A4. Er realisiert aus 3.197 cm3 Hubraum 195 kW (265 PS) und stellt von 3.000 bis 5.000 1/min 330 Nm Drehmoment parat. Er beschleunigt den A4 3.2 FSI quattro mit manuellem Getriebe in nur 6,2 Sekunden auf 100 km/h, die Spitze ist bei abgeregelten 250 km/h erreicht. Alternativ kann er ab 2008 mit der 6-Gang-tiptronic gekoppelt werden, seine Kräfte überträgt er auf den Allradantrieb quattro.

Bei der Betätigung der Einlassventile kommt eine bahnbrechende Innovation ins Spiel – das Audi valvelift system (AVS). Es arbeitet mit verschiebbaren Hülsen, so genannten Nockenstücken, auf den Nockenwellen. Sie tragen nebeneinander unterschiedliche Profile für kleine und große Ventilerhebungen. Wenn sie ver­schoben werden, ändert sich der Ventilhub. AVS sorgt dafür, dass die Brenn­räume stets ideal gefüllt werden; die Drosselklappe kann zumeist voll geöffnet bleiben, was den Motor frei atmen lässt. 

Der Audi A4 3.2 FSI quattro mit Schaltgetriebe gibt sich mit 9,2 Liter/100 km zufrieden, 1,2 Liter weniger als der Vorgänger mit 188 kW (255 PS). Etwa die Hälfte dieses Fortschritts geht auf das Konto der neuen Ventilbetätigung, die andere Hälfte resultiert aus einer reduzierten inneren Reibung. Die Ölpumpe wurde im Volumen verkleinert und bezüglich der Verlustleistung optimiert. Wie die Wasserpumpe arbeitet jetzt bedarfsgeregelt – auch das spart Kraftstoff.

Der kleinere der beiden Benziner, der 1.8 TFSI, ist ein hocheffizienter Motor. Der kompakte Vierzylinder, der aus 1.798 cm3 Hubraum schöpft, gibt 118 kW (160 PS) und 250 Nm von 1.500 bis 4.500 1/min ab. Er beschleunigt den A4 mit Schaltgetriebe in 8,6 Sekunden auf Landstraßentempo und weiter bis 225 km/h. Im EU-Zyklus verbraucht er nur 7,1 Liter/100 km – ein Rückgang um 1,1 Liter gegenüber dem Vorgänger. Als Alternative zur Handschaltung ist die stufenlose Automatik multitronic zu haben, beide Getriebe übertragen die Kräfte auf die Vorderräder.

Der 1.8 TFSI ist eng mit dem 2.0 TFSI verwandt, der dreimal in Folge von einer internationalen Journalisten-Jury zum „Engine of the year“ gewählt wurde. Beim kleineren Motor, der die neue Baureihe vertritt, bilden die Benzindirektein­spritzung und die Turboaufladung eine ideale Kombination. Der Einspritzdruck wurde auf 150 bar gesteigert, neue Injektoren verteilen den Kraftstoff exakt im Brennraum. Der Turbolader spricht besonders spontan an – bei 2.000 1/min Dreh­zahl beschleunigt er um 30 Prozent schneller auf ein um 10 Prozent höheres Drehmoment als der konventionelle 1.8T des Vorgängers. Der Vierzylinder liefert satten Durchzug und läuft hochkultiviert und leise.

{mospagebreak} 

Souveräner Durchzug – TDI

Bei den drei Dieseln im neuen Audi A4 handelt es sich um zwei V6 und einen Vierzylinder. Mit ihrer starken Performance vertreten sie eine moderne, kraftvolle Art von Sportlichkeit – die beiden Siege des Rennwagens Audi R10 in Le Mans 2006 und 2007 haben bewiesen, welche Power im TDI steckt. Mit dem TDI hat Audi bereits 1989 die bis heute weltweit erfolgreichste Effizienz-Technologie in den Markt eingeführt. Seitdem baut die Marke mit den vier Ringen ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Der Dreiliter-Diesel, ebenfalls ein Mitglied der V-Motoren-Familie, präsentiert sich als neuer Motor. Er leistet 176 kW (240 PS), sein maximales Drehmoment beträgt volle 500 Nm von 1.500 bis 3.000 1/min. Der große TDI mit seinen 2.967 cm3 Hubraum macht den neuen A4 zur Sportlimousine. Er beschleunigt ihn in 6,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis 250 km/h Spitze – bei einem Durchschnittsverbrauch von nur 6,9 l/100 km. Der 3.0 TDI ist fest mit dem quattro-Antrieb gekoppelt.

Der Motorblock des V6 TDI besteht aus dem leichten und steifen High-Tech-Werkstoff Vermikulargraphitguss. Intensives Feintuning verringerte die Reibungsverluste. Als Einspritzanlage dient ein Common Rail-System der neuen Generation. Sein hoher Druck ermöglicht eine extrem feine Zerstäubung des Kraftstoffs und damit eine bessere Gemischaufbereitung und effizientere Verbrennung. Die Piezo-Injektoren arbeiten extrem schnell und sorgen mit ihren vielfach getakteten Einspritzvorgängen für souveräne Laufruhe.  

Der Abgasturbolader gehört ebenfalls der neuesten Generation an. Ein schneller Stellmotor ändert die Position seiner Leitschaufeln – so baut sich das hohe Drehmoment spontan und leichtfüßig auf. Der 3.0 TDI hält schon heute die zu erwartenden Grenzwerte der künftigen Euro 5-Norm ein. Ein neuartiges Konzept für die Abgasrückführung mit erhöhter Kühlleistung reduziert die Stickoxide.  

Vom 3.0 TDI wurde der 2.7 TDI mit 2.698 cm3 Hubraum abgeleitet; auch er erfüllt bereits die Abgaswerte der zukünftigen Euro 5-Norm. Er bietet 140 kW (190 PS) und bis zu 400 Nm Drehmoment von 1.400 bis 3.250 1/min. Der A4 2.7 TDI sprintet in 7,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 226 km/h Höchstgeschwindigkeit, sein Durchschnittsverbrauch beläuft sich auf lediglich 6,6 Liter/100 km. Er ist mit dem stufenlosen Getriebe multitronic und Frontantrieb gekoppelt – eine besonders gelassene, komfortable Kombination.

{mospagebreak} 

Stark und kultiviert – der 2.0 TDI

Der Vierzylinder-TDI mit seinen 1.968 cm3 Hubraum interpretiert die Stärken des TDI-Konzepts neu. Die Piezo-Injektoren seiner Common Rail-Anlage operieren mit maximal 1800 bar Druck. Weitere Innovationen spielen im Bereich des Turboladers, des Zahnriemens für die Nockenwellen und bei der Geometrie der Kolben.

Der Zweiliter leistet 105 kW (143 PS) und stemmt von 1.750 bis 2.500 1/min 320 Nm Drehmoment – genug, um den neuen Audi A4 in 9,4 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und auf 215 km/h zu bringen. Im Zusammenspiel mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe gibt sich der 2.0 TDI mit durchschnittlich 5,5 l/100 km zufrieden. Die 65 Liter Tankvolumen ermöglichen über 1.100 km Reichweite. Der Vierzylinder-TDI ist zusätzlich mit der stufenlosen Automatik multitronic zu haben. Er schickt seine Kräfte stets auf die Vorderräder.

Auch der 2.0 TDI bleibt unter den künftigen Euro 5-Grenzwerten. Dank der verbesserten Thermodynamik lässt er sich mit einer hohen Rate an rückgeführtem Abgas betreiben, was die Rohemission der Stickoxide senkt. Die dafür notwen­dige kühlere und sauerstoffärmere Verbrennung ist für den Wirkungsgrad an und für sich negativ. Durch den Fortschritt im Detail wandelten die Entwickler den Nachteil im Verbrauch sogar in einen Vorteil um.  

{mospagebreak} 

Breite Auswahl: Die Kraftübertragung

Sportliche Fahrdynamik und Oberklasse-Komfort – dieses Gesamtziel verfolgte Audi auch bei der Entwicklung der Kraftübertragung für den neuen A4. Die Handschaltgetriebe präsentieren sich neu konstruiert, die Sechsstufen-Automatik tiptronic und das stufenlose Automatikgetriebe multitronic intensiv verbessert. Alle Getriebe zeichnen sich durch leichte Bedienung und hohe Wirkungsgrade aus, sie lassen sich auf kurzen Wegen präzise schalten. Der Aufbau wurde gemäß des neuen Grundlayouts des A4 geändert – das Differenzial liegt gleich hinter dem Motor, also vor der Kupplung beziehungsweise dem Drehmomentwandler.

Bei den Sechsgang-Schaltgetrieben setzt Audi zwei verschiedene Ausführungen ein, die sich in der Belastbarkeit unterscheiden. Zahlreiche Maßnahmen senken die innere Reibung. Bei allen manuell geschalteten Varianten des neuen A4 ist eine Schaltanzeige ins Display des Fahrerinformationssystems integriert. Sie zeigt den eingelegten Gang an; falls ein anderer verbrauchsgünstiger ist, weist sie den Fahrer darauf hin. 

Für den neuen A4 3.2 FSI ist neben der Handschaltung zu einem etwas späteren Zeitpunkt die 6-Stufen-tiptronic zu erhalten. Das Automatikgetriebe wurde intensiv überarbeitet. Es reagiert spontaner als beim Vorgängermodell und schaltet in kürzerer Zeit, ohne Abstriche am hohen Komfort zu machen.

Im 2.7 TDI stellt Audi das stufenlose Automatikgetriebe multitronic zur Verfügung, ebenso ab 2008 im 1.8 TFSI und 2.0 TDI. Zahlreiche Verbesserungen vermindern seine ohnehin geringe Verlustleistung weiter. Der neue Variator ermöglicht eine vergrößerte Spreizung zwischen den Übersetzungen. Dank einer besonders kurzen Anfahrübersetzung spurtet der A4 aus dem Stand vehement los. Im dynamischen Sportprogramm wird beim Beschleunigen über fest programmierte Kennlinien in acht Stufen geschaltet – ein sportlicher Vorgang. Im Tipp-Modus kann der Fahrer von Hand zwischen den acht Stufen wechseln.

Ein sportlicher Trendsetter im Audi-Portfolio ist der permanente Allradantrieb quattro – das Plus an Traktion, Dynamik, Fahrsicherheit und Geradeauslauf, das er bietet, mündet in den sprichwörtlichen Vorsprung durch Technik. Im neuen A4 präsentiert er sich mit einer 40:60 Kräfteverteilung der Momente so sportlich und faszinierend wie noch nie. Der 3.2 FSI und der 3.0 TDI rollen serienmäßig mit dem quattro-Antrieb vom Band.

Das Herzstück des quattro-Antriebs ist auch im neuen Audi A4 ein selbst­sperrendes Mittendifferenzial. Es arbeitet rein mechanisch und reagiert zeitgleich auf veränderte Fahrsituationen, wodurch das System zu der sportlichen und sehr agilen Fahrdynamik beiträgt. Im normalen Fahrbetrieb verteilt es 40 Prozent der Kräfte auf die Vorderachse und 60 Prozent auf die Hinterachse. Bei Bedarf schickt das selbstsperrende Mittendifferenzial den Großteil der Momente an die Achse mit der besseren Traktion. Dadurch kommt der neue Audi A4 im Grenzbereich oft ohne ESP-/EDS-Eingriff aus und Bremseingriffe im ESP-/EDS-Fall treten deutlich weniger auf.